Mittwoch, 4. Januar 2012

Das gute Nikon Kit Objektiv...


Eigentlich ist mir etwas Schlimmes passiert, doch dadurch dass es schlimmeres gibt ist es zum Glück nicht mehr so schlimm und hat auch seine Vorteile mitgebracht. Als ich in Shanghai vor 3 Wochen den Messeaufbau via Timelapse aufnehmen wollte ist mir meine Kamera von einem ca. 3,5m hohen Podest auf den Boden gefallen. Ich glaube der Messegott will nicht dass ich einen Aufbau als Video festhalte. Man würde sehen wer mal länger dasteht und nichts tut, oder wer aus dem Bild verschwunden ist um mal eine zu rauchen, weil er das Rauchverbot in Messehallen zu ernst nimmt. Ich hatte schon einmal 2 „Baustellen“ aufgenommen, hatte alles im Kasten und als ich die Bilder auf meinen Rechner kopieren wollte ist mir die Portable Festplatte abgeschmiert. Mein Chef fand das auch ziemlich schade, denn er hätte es auch gerne mal gesehen, vor allem einen 3 – Tage - Aufbau in ca. 3 bis 5 Minuten. Für alle die nicht wissen was Timelapse ist: auf Deutsch gesagt Zeitraffer. Dabei handelt es sich um ein verfahren in dem man ein Motiv mit einem Zeitintervall aufnimmt, wie zum Beispiel eine schöne Landschaft mit vorbeiziehenden Wolken.
 Dabei macht man, je nach dem was für ein Ergebnis man erzielen will beispielsweise alle 2 Sekunden ein Foto und schneidet die Bilder dann zu einem Film. Jedenfalls ist mir das Objektiv aus dem Bajonett gebrochen. Zum Glück war es nur ein „Billigobjekiv“ ein Nikkor AF-S 18-55, das Standard Kit Objektiv.
Glück hatte ich auch, dass das Bajonett, der Spiegel oder Sensor in der Kamera keinen Schaden von sich genommen hat. Da ist alles in bester Ordnung. Das hatte ich immer auf meiner D3100 eben nur für Messen, da ich in dieser „Gefahrenzone“ kein 50mm oder 18-105mm aufsetzte und schon gar nicht meine geliebte D90 mitnehme. Auf Messen muss man eben damit rechnen, dass mal irgendetwas schief läuft und nicht immer so wie man es sich vorstellt. Nun habe ich überlegt was ich daraus basteln könnte, und schwupp di wupp hatte ich schon den Schraubenzieher in der Hand und hab angefangen es auseinander zu nehmen.








Ich hatte einmal bei einem Freund bei Facebook ein Bild gesehen, eine Kaffeetasse aus einem Brennglas (Fachjargon für Objektiv^^) – eine geniale Idee, doch dafür ist der Durchmesser von mindestens 77mm nötig, meins hat lediglich 58mm, was vielleicht als Stamperlglas Verwendung finden würde. Zum Glück kann man sie ja kaufen, wobei es da auch viele verschiedene Händler zu verschiedenen Preisen gibt, die von 11 bis 40€ gehen. Wirklich erstaunlich was alles in so einem Objektiv verbaut ist, ja sogar sehr interessant. Die obere Abdeckung ging noch wirklich leicht, denn sie war nur mit 3 schrauben fixiert, doch je tiefer ich in das Gehäuse eindringen wollte desto kleinere Schraubenzieher hab ich gebraucht, und diese hatte ich nur zu Hause. Alle Schrauben, Abdeckungen, abgebrochene Kleinteile, Zahnräder des Autofocusmotors und was sonst noch dazugehört in eine Tüte gepackt, diese noch zugebunden damit nichts verloren geht und ab in den Koffer. 













Zuhause wieder ausgepackt hatte ich immer noch keinen Verwendungszweck, aber die Motivation die einzelnen Linsen, restliche Elektronik und unnötiges Plastik zu entfernen. Nun hatte ich 4 Teile in der Hand, die ich dank Sekunden Kleber schnell und sicher ohne mir mit den kleberversifften Fingern an die Augenlider zu langen zusammenkleben konnte, sodass das „Objektiv“ wieder seine ursprüngliche Form annahm. Ich wusste aber immer noch nicht was ich damit anstellen soll, also landete es zur Zwischenlagerung neben meinem Bildschirm.
Dann kam es mir: nachdem ich in den darauffolgenden Tagen eine Ansammlung von Kugelschreibern in dem Pseudookular vorfand, die ich anscheinend nach Gebrauch immer unbewusst da reinsteckte, war mir klar es hatte seine eigene Bestimmung gefunden. Unverzichtbar ist es geworden, hält Ordnung auf meinem Schreibtisch und hat immer einen Stift parat – perfekt ;-)

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